Ein Angebot der Evotec GmbH, Arnsberg

Warum Einmalkosten den Preis kleiner Mengen bestimmen

Bevor der erste Span fällt, ist an jedem Frästeil schon gearbeitet worden: Das Programm wird erstellt und am Rechner durchgespielt, die Maschine gerüstet – Spannmittel aufbauen, Werkzeuge einsetzen und vermessen, Nullpunkt setzen. Bei Serien ist in der Fertigung zudem üblich, das erste Teil zu prüfen, bevor die übrigen folgen. Diese Arbeit fällt je Auftrag einmal an, gleich ob ein Stück oder hundert.

Beim Einzelteil steckt sie vollständig in diesem einen Stück, bei zehn gleichen Teilen verteilt sie sich auf zehn. Je größer die Menge, desto mehr bestimmen die Kosten je Stück den Preis: Maschinenzeit, Werkzeugverschleiß, Werkstoff, Entgraten und Prüfen. So trennt auch die Zeitgliederung nach REFA die Rüstzeit je Auftrag von der Ausführungszeit je Einheit.

Einen Preis nennen wir nach Prüfung der Zeichnung; auf dieser Website stehen keine Preise.

Skizze: Einmalaufwand bei einem und bei zehn TeilenLinks trägt ein einzelnes Teil den ganzen Einmalaufwand aus Programmieren, Rüsten und Prüfen des ersten Teils, als großer Block über dem Teil. Rechts ist derselbe Block in zehn Scheiben geteilt, je eine über zehn gleichen Teilen. Symbolbild ohne Maßstab.Programm, Rüsten,erstes Teil prüfen1 Teil10 Teile
Skizze: Derselbe Einmalaufwand trägt ein Teil allein oder verteilt sich auf zehn – Symbolbild ohne Maßstab

Der Kostentreiber-Check

Elf Fragen, ein Ergebnis: Der Check ordnet jedes Merkmal Ihres Teils nach seiner Wirkung auf die Kosten und nach dem Kostenblock, in dem es wirkt – mit Begründung, Quelle und dem Hebel, mit dem Sie gegensteuern. Beträge rechnet er nicht.

Ohne JavaScript bleibt das Formular stumm. Den Rechenweg zeigen dann die Rechenbeispiele unter dem Check, und die Regeltabelle nennt jede Regel mit ihrer Herkunft.

Beispiel laden

Menge, Lage, Toleranz
Stückzahl je Auftrag
Aufspannungen

Jede Seite, in die gebohrt oder gefräst wird, zählt mit drei Achsen in der Regel als eine.

Engste Vorgabe auf der Zeichnung
Form des Teils
Innenecken

Gemeint ist der kleinste Radius senkrechter Innenecken in Taschen und Konturen.

Tiefe, schmale Taschen
Dünne Wände
Gewinde
Werkstoff und Oberfläche
Werkstoffgruppe
Oberflächenvorgabe

Rauheitswert: etwa Ra oder Rz an einer Fläche. Sichtfläche: bleibt am fertigen Produkt sichtbar.

Nach dem Fräsen
Nachbehandlung
Nachweise

Ihre Eingaben werden nicht übertragen und nicht gespeichert.

Die größten Kostentreiber Ihres Teils

Noch kein Ergebnis. Wählen Sie Ihre Antworten oder oben eines der drei Beispielteile.

Vorprüfung, keine Zusage. Maßgeblich ist unser Angebot nach Prüfung Ihrer Zeichnung. So rechnet der Check: Jede Antwort löst höchstens eine Regel aus, Kombinationen erscheinen nur als Hinweis und zählen nicht mit; der Check ordnet die Treffer nach Wirkung und bei gleicher Wirkung in der Reihenfolge der Fragen. Jede Regel samt Herkunft finden Sie in der Regeltabelle direkt unter dem Check.

Alle 36 Regeln des Kostentreiber-Checks mit Herkunft

Diese Tabelle ist die Rechengrundlage des Checks; zuletzt geändert am 26.09.2026. Treffen mehrere Regeln zu, gilt: stärkere Wirkung zuerst, bei gleicher Wirkung die Reihenfolge der Fragen. „Noch offen“ heißt: nicht eingestuft. Die drei Kombinationsregeln (Lagetoleranz über mehrere Aufspannungen, tiefe Tasche mit kleinem Eckradius, Aluminium mit Härten) erscheinen nur als Hinweis und zählen nicht als eigener Kostentreiber. Regeln ohne Quellenangabe wertet der Check nicht.

Regeln des Kostentreiber-Checks
AngabeWirkungKostenblockBegründungHerkunft und Quelle
Stückzahl je Auftrag: 1 Stückstarkeinmalig je AuftragProgramm, Rüsten und das Messen des Erstteils entstehen je Auftrag einmal. Bei einem Stück trägt dieses eine Teil sie allein. Hebel: Zeichnet sich weiterer Bedarf ab, fragen Sie gleich eine Mengenstaffel an, etwa 1, 5 und 20 Stück.Faustregel Zeitgliederung nach REFA: Rüstzeit je Auftrag, Ausführungszeit je Einheit
Stückzahl je Auftrag: 2 bis 10mitteleinmalig je AuftragDie Einmalkosten je Auftrag verteilen sich auf wenige Teile und sind im Stückpreis noch deutlich zu spüren. Hebel: Mengenstaffel anfragen und gleiche Teile aus mehreren Vorhaben in einem Auftrag bündeln.Faustregel Zeitgliederung nach REFA: Rüstzeit je Auftrag, Ausführungszeit je Einheit
Stückzahl je Auftrag: 11 bis 100geringeinmalig je AuftragDie Einmalkosten verteilen sich auf viele Teile. Den Preis bestimmen jetzt vor allem die Kosten je Stück: Maschinenzeit, Werkstoff und Prüfen. Hebel: Die Hebel für die Maschinenzeit lohnen den zweiten Blick: Radien, Toleranzen und Aufspannungen.Faustregel Zeitgliederung nach REFA: Rüstzeit je Auftrag, Ausführungszeit je Einheit
Stückzahl je Auftrag: über 100geringeinmalig je AuftragDie Einmalkosten fallen je Teil kaum noch ins Gewicht; den Preis bestimmt die Bearbeitungszeit je Stück. Hebel: Jede Minute Bearbeitungszeit zählt jetzt mehrfach: Radien, Toleranzen und die Zahl der Aufspannungen besonders genau prüfen.Faustregel Zeitgliederung nach REFA: Rüstzeit je Auftrag, Ausführungszeit je Einheit
Stückzahl je Auftrag: wiederkehrendgeringeinmalig je AuftragDas Programm entsteht beim ersten Auftrag. Bleibt die Zeichnung unverändert, kommen bei Folgeaufträgen vor allem Rüsten und Erstteilmessung wieder hinzu. Hebel: Nennen Sie Jahresbedarf und übliche Losgröße – beides gehört in die Kalkulation.Faustregel Zeitgliederung nach REFA: Rüstzeit je Auftrag, Ausführungszeit je Einheit
Aufspannungen: 1geringeinmalig je AuftragEinmal spannen, einmal ausrichten: Das Teil entsteht in einer Lage.Geometrie Geometrie: Mit drei Achsen erreicht das Werkzeug in einer Aufspannung nur die Seiten, die zur Spindel zeigen; ein Teil, dessen Merkmale alle auf dieser Seite liegen, braucht keine zweite Lage.
Aufspannungen: 2mitteleinmalig je Auftrag und je StückJedes Teil wird einmal gewendet und neu gespannt; die zweite Lage braucht eigenes Rüsten und eigenes Ausrichten. Hebel: Prüfen, ob die Unterseite im Rohmaß bleiben kann oder ob sich die Merkmale der zweiten Seite auf die erste legen lassen.Geometrie Geometrie: Jede Seite, in die gebohrt oder gefräst wird, muss mit drei Achsen einmal zur Spindel zeigen; jede weitere Lage wird neu gespannt und ausgerichtet.
Aufspannungen: 3 und mehrstarkeinmalig je Auftrag und je StückRüsten, Umspannen und Ausrichten wiederholen sich für jede Lage, und Maße zwischen Merkmalen aus verschiedenen Lagen hängen davon ab, wie genau neu ausgerichtet wird. Hebel: Bohrungen und Gewinde auf wenige Seiten legen und eine gemeinsame Bezugsfläche vorsehen, auf die sich alle Seiten beziehen.Geometrie Geometrie: Jede Seite, in die gebohrt oder gefräst wird, muss mit drei Achsen einmal zur Spindel zeigen; jede weitere Lage wird neu gespannt und ausgerichtet.
Aufspannungen: weiß nichtnoch offeneinmalig je Auftrag und je StückZählen Sie die Seiten, in die gebohrt oder gefräst wird: Mit drei Achsen ist jede davon in der Regel eine eigene Aufspannung.Geometrie Geometrie: Mit drei Achsen kommt das Werkzeug immer aus derselben Richtung; jede weitere Bearbeitungsrichtung verlangt eine neue Lage des Teils.
Engste Vorgabe: nur Allgemeintoleranzgeringje StückAllgemeintoleranzen beschreiben die werkstattübliche Genauigkeit; kein Maß verlangt einen eigenen Arbeitsgang oder eine eigene Prüfung.Norm DIN ISO 2768-1 (Allgemeintoleranzen für Längen- und Winkelmaße ohne einzelne Toleranzeintragung)
Engste Vorgabe: einzelne tolerierte Maßemittelje StückEin Maß mit eigener Toleranz liegt enger als die werkstattübliche Genauigkeit: An dieser Stelle folgt auf das Schruppen ein Schlichtgang, und das Maß wird einzeln gemessen. Hebel: Nur die Maße tolerieren, die für Funktion oder Montage zählen, und alle übrigen der Allgemeintoleranz überlassen.Faustregel DIN ISO 2768-1 (werkstattübliche Genauigkeit als Grundlage der Allgemeintoleranzen); Schruppen und Schlichten: Klocke, Fertigungsverfahren 1 – Zerspanung mit geometrisch bestimmter Schneide (Springer Vieweg)
Engste Vorgabe: Passungenstarkje StückEine Bohrung mit Passungstoleranz wie H7 entsteht meist in einem eigenen Arbeitsgang, durch Reiben oder Feinbohren, und wird mit Lehre oder Messgerät geprüft. Hebel: Passungen nur dort vorsehen, wo ein Stift, ein Lager oder ein Zentrierbund sitzt; Durchgangsbohrungen für Schrauben brauchen keine.Norm DIN EN ISO 286-1 (ISO-Code-System für Grenzabmaße und Passungen)
Engste Vorgabe: Form- und Lagetoleranzenstarkje StückEbenheit, Parallelität oder Position verlangen ein sorgfältig ausgerichtetes Teil und einen Messaufbau, der sie nachweisen kann. Hebel: Lagetoleranzen auf Bezüge setzen, die in derselben Aufspannung entstehen wie die tolerierten Merkmale.Norm DIN EN ISO 1101 (Geometrische Tolerierung: Form, Richtung, Ort und Lauf)
Engste Vorgabe: Form- und Lagetoleranzen und Aufspannungen: 2 oder 3 und mehrstarkje StückBeziehen sich Lagetoleranzen auf Merkmale aus verschiedenen Lagen, geht jeder Versatz beim neuen Ausrichten unmittelbar in die Toleranz ein. Hebel: Merkmale mit gemeinsamer Lagetoleranz auf dieselbe Seite legen, damit sie in einer Aufspannung entstehen.Geometrie Lagebestimmung beim Umspannen: Das Teil wird in jeder Lage erneut ausgerichtet; Lagetoleranzen nach DIN EN ISO 1101 beziehen sich auf Bezüge am Teil.
Innenecken: großzügige Radiengeringje StückDer Radius lässt einen dicken Fräser zu: steif, mit großer Zustellung und wenigen Bahnen.Geometrie Kreisquerschnitt des Werkzeugs: Ein Eckradius R lässt höchstens einen Fräserdurchmesser von 2 · R zu.
Innenecken: kleine Radienmittelje StückDer kleinste Innenradius begrenzt den Fräserdurchmesser. Ein dünner Fräser trägt je Umdrehung weniger ab, braucht mehr Bahnen und federt stärker. Hebel: Innenradien so groß wählen, wie die Funktion erlaubt, und gleichartige Ecken mit einem einheitlichen Radius versehen.Geometrie Kreisquerschnitt des Werkzeugs: Ein Eckradius R lässt höchstens einen Fräserdurchmesser von 2 · R zu.
Innenecken: scharfkantig gefordertstarkje StückEin rotierendes Werkzeug hinterlässt in der Ecke immer seinen Radius. Eine scharfe Innenecke entsteht so nicht; sie verlangt ein anderes Verfahren oder eine andere Konstruktion. Hebel: Muss nur ein kantiges Gegenstück anliegen, genügt ein Freischnitt in der Ecke; sonst einen Radius zulassen.Geometrie Kreisförmiger Querschnitt des Fräsers: Auch in der Ecke bleibt mindestens der Werkzeugradius stehen.
Tiefe, schmale Taschen: jastarkje StückDer Fräser muss weit aus dem Halter ragen. Seine Durchbiegung wächst mit der dritten Potenz der Auskraglänge, also wird mit kleinen Zustellungen gefräst. Hebel: Taschen nur so tief wie nötig ausführen oder breiter machen, damit ein kürzerer, dickerer Fräser passt.Geometrie Balkentheorie: Durchbiegung des einseitig eingespannten Stabs f = F · L³ / (3 · E · I) mit I = π · d⁴ / 64 für den Fräserschaft
Tiefe, schmale Taschen: ja und Innenecken: kleine Radien oder scharfkantig gefordertstarkje StückDer kleine Radius verlangt einen dünnen Fräser, die Tiefe einen langen – zusammen die nachgiebigste Werkzeugform, die es gibt. Hebel: In tiefen Taschen den Eckradius vergrößern oder die Tasche stufen: den kleinen Radius nur dort, wo das Gegenstück sitzt.Geometrie Balkentheorie (Durchbiegung wächst mit L³ und fällt mit d⁴) und Geometrie des rotierenden Werkzeugs (D höchstens 2 · R)
Dünne Wände: jamittelje StückEine dünne Wand gibt unter der Schnittkraft nach und schwingt. Gefräst wird in vielen kleinen Schritten, damit Maß und Oberfläche halten. Hebel: Wandstärke erhöhen, wo die Funktion es zulässt, oder die Wand mit einer Rippe versteifen.Geometrie Biegesteifigkeit einer Wand wächst mit der dritten Potenz ihrer Dicke (Balken- und Plattentheorie)
Gewinde: einigegeringje StückJe Gewinde entstehen Kernloch, Senkung und Gewinde – bei wenigen Gewinden überschaubar. Hebel: Gleiche Gewindegröße verwenden, wo es geht; dann bleibt es bei einem Werkzeugsatz.Geometrie Arbeitsfolge eines Innengewindes: Kernloch bohren, senken, Gewinde bohren oder fräsen – je Gewindegröße eigene Werkzeuge
Gewinde: vielemittelje StückJedes Gewinde braucht Kernloch, Senkung und das Gewinde selbst; mehrere Größen bedeuten mehrere Werkzeuge und Werkzeugwechsel. Hebel: Gewindegrößen vereinheitlichen und Gewinde nur so tief ausführen, wie die Einschraubtiefe es verlangt.Geometrie Arbeitsfolge eines Innengewindes: Kernloch bohren, senken, Gewinde bohren oder fräsen – je Gewindegröße eigene Werkzeuge
Werkstoffgruppe: Aluminiumgeringje StückAluminium gehört zur Zerspanungsgruppe N und wird mit hohen Schnittgeschwindigkeiten gefräst; auf den Werkstoff entfällt meist nur ein kleiner Teil der Bearbeitungszeit.Faustregel Einordnung nach DIN ISO 513 (Hauptgruppe N); Zerspanbarkeit der Werkstoffe: Klocke, Fertigungsverfahren 1 – Zerspanung mit geometrisch bestimmter Schneide (Springer Vieweg)
Werkstoffgruppe: Stahlmittelje StückStahl wird mit niedrigeren Schnittwerten gefräst als Aluminium. Wie stark das wirkt, hängt von Sorte und Behandlungszustand ab – weichgeglüht zerspant ein Stahl leichter als vergütet. Hebel: Sorte und Zustand nach der Funktion wählen und auf der Zeichnung angeben, etwa 42CrMo4+QT. Ob wir Ihr Teil aus Stahl fräsen, prüfen wir je Anfrage.Faustregel Behandlungszustände nach DIN EN 10083-1 (+A, +N, +QT); Einordnung nach DIN ISO 513 (Hauptgruppe P); Klocke, Fertigungsverfahren 1 (Springer Vieweg)
Werkstoffgruppe: nichtrostender Stahlstarkje StückNichtrostender Stahl verfestigt sich unter der Schneide und leitet Wärme schlecht. Er verlangt steife Maschinen mit Kraftreserve, kurze und starre Einspannungen und stets scharfe Werkzeuge. Hebel: Prüfen, ob die Umgebung des Teils wirklich einen nichtrostenden Stahl verlangt oder ob ein beschichteter Stahl genügt. Ob wir Ihr Teil aus nichtrostendem Stahl fräsen, prüfen wir je Anfrage.Faustregel Informationsstelle Edelstahl Rostfrei, Merkblatt 822 „Die Verarbeitung von Edelstahl Rostfrei“, 4. Auflage 2012, Abschnitt 3 (S. 13) und 3.4 Fräsen (S. 17)
Werkstoffgruppe: anderernoch offenje StückDie Wirkung hängt von der Sorte ab. Nennen Sie Werkstoff und Zustand in der Anfrage; ob wir ihn fräsen, prüfen wir je Anfrage.Evotec-Wert Werkstoffe beim Fräsen, Stand 26.09.2026: belegt ist Aluminium; weitere Werkstoffe prüft die Evotec GmbH je Anfrage (GEMEINSAM werkzeug_regeln W14)
Oberflächenvorgabe: Rauheitswertmittelje StückEine vorgeschriebene Rauheit verlangt an dieser Fläche einen Schlichtgang mit passendem Werkzeug und Vorschub. Hebel: Rauheit nur an Funktionsflächen vorschreiben, etwa an Dicht-, Gleit- oder Passflächen.Norm DIN EN ISO 21920-1 (Angabe der Oberflächenbeschaffenheit in der technischen Produktdokumentation)
Oberflächenvorgabe: Sichtflächemittelje StückAuf einer Sichtfläche zählen Spannabdrücke und Werkzeugspuren: Gespannt wird an anderen Flächen, und die Teile werden geschützt gehandhabt und verpackt. Hebel: Sichtflächen auf der Zeichnung genau eingrenzen und festlegen, welche Spuren zulässig sind.Faustregel Spannen und Schlichten: Klocke, Fertigungsverfahren 1 – Zerspanung mit geometrisch bestimmter Schneide (Springer Vieweg)
Nachbehandlung: PulverbeschichtungmittelZusatzleistungEin zusätzlicher Arbeitsgang mit Vorbehandlung, Beschichten und Einbrennen – bei uns im eigenen Haus, ohne Transport zu einem weiteren Betrieb. Hebel: Flächen, die frei bleiben müssen, etwa Gewinde und Passflächen, auf der Zeichnung kennzeichnen.Evotec-Wert Stand 25.09.2026 laut Leistungsseite www.evotec-gmbh.de/pulverbeschichten
Nachbehandlung: Eloxalnoch offenZusatzleistungEloxieren, Härten und Beizen gehören nicht zu unseren eigenen Leistungen – sprechen Sie uns an, wenn Ihr Teil das braucht.Evotec-Wert Stand 26.09.2026: Leistungsumfang der Evotec GmbH (GEMEINSAM bausteine.standardsaetze F37)
Nachbehandlung: Härtennoch offenZusatzleistungEloxieren, Härten und Beizen gehören nicht zu unseren eigenen Leistungen – sprechen Sie uns an, wenn Ihr Teil das braucht.Evotec-Wert Stand 26.09.2026: Leistungsumfang der Evotec GmbH (GEMEINSAM bausteine.standardsaetze F37)
Werkstoffgruppe: Aluminium und Nachbehandlung: Härtennoch offenZusatzleistungAluminiumlegierungen werden nicht gehärtet wie Stahl. Gemeint ist meist ein Werkstoffzustand wie T6, der schon mit dem Halbzeug geliefert wird. Hebel: Legierung und Zustand in der Anfrage nennen, etwa EN AW-6082 T6.Norm DIN EN 515 (Zustandsbezeichnungen für Aluminium-Halbzeug)
Nachbehandlung: anderenoch offenZusatzleistungNennen Sie das Verfahren in der Anfrage; ob und wie es sich einbinden lässt, klären wir mit Ihnen.Evotec-Wert Stand 26.09.2026: Leistungsumfang der Evotec GmbH, im eigenen Haus Pulverbeschichtung und Montage
Nachweise: Messprotokollnoch offenZusatzleistungEin Messprotokoll ist ein Kundenwunsch, den der Check nicht einstuft: Der Aufwand wächst mit der Zahl der Maße und der Teile. Ob und in welchem Umfang wir Nachweise erstellen, legen wir vor Fertigungsbeginn mit Ihnen fest. Hebel: Nur funktionswichtige Maße ins Protokoll aufnehmen und klären, ob eine Stichprobe genügt.Norm Prüfaufwand je Merkmal und Stichprobenumfang; Stichprobenpläne nach DIN ISO 2859-1
Nachweise: Erstmusterprüfberichtnoch offeneinmalig je AuftragEin Erstmusterprüfbericht ist ein Kundenwunsch, den der Check nicht einstuft: Üblich ist, das erste Teil gegen alle Zeichnungsmerkmale zu messen und zu dokumentieren – ein Aufwand, der je Freigabe einmal anfällt. Ob und in welchem Umfang wir Nachweise erstellen, legen wir vor Fertigungsbeginn mit Ihnen fest. Hebel: Früh klären, ob ein vollständiger Bericht nötig ist oder ein Protokoll ausgewählter Maße genügt.Faustregel VDA Band 2 „Sicherung der Qualität von Lieferungen“ (Produktionsprozess- und Produktfreigabe): Erstmusterprüfbericht über alle Merkmale der Zeichnung
Nachweise: Werkstoffzeugnis 3.1geringZusatzleistungDas Abnahmeprüfzeugnis 3.1 stellt der Hersteller des Werkstoffs aus; es wird beim Einkauf des Rohmaterials mitbestellt.Norm DIN EN 10204 (Metallische Erzeugnisse – Arten von Prüfbescheinigungen), Abnahmeprüfzeugnis 3.1
  • Geometrie ergibt sich zwingend aus Werkstück und Werkzeug, unabhängig vom Fertiger
  • Norm genormte Anforderung oder genormter Begriff, zitiert mit Nummer
  • Faustregel Kostenlogik oder Erfahrungswert aus der Fachliteratur, mit Quelle; keine Zusage
  • Evotec-Wert Angabe zur Evotec GmbH, mit Stand

Drei Teile, drei Kostenbilder

So ordnet der Check, hier ohne Skript lesbar: Jede Antwort löst höchstens eine Regel aus. Drei Kombinationen erscheinen nur als Hinweis „Zusammenspiel“ und zählen nicht als eigener Kostentreiber: eine Lagetoleranz über mehrere Aufspannungen, eine tiefe Tasche mit kleinem Eckradius und Aluminium mit Härten. Als größte Kostentreiber gelten nur Merkmale mit starker oder mittlerer Wirkung.

Rendering eines Beispielteils: Winkelhalter aus Aluminium mit Tasche, Passbohrungen und Gewinden
Rendering eines Beispielteils: Winkelhalter aus Aluminium

Winkelhalter, zehn Stück

Stückzahl 2 bis 10 · Aufspannungen 3 und mehr · Passungen · kleine Radien · Gewinde einige · Aluminium · keine Nachbehandlung, keine Nachweise

  1. Drei und mehr Aufspannungen Wirkung stark
  2. Passungen Wirkung stark
  3. Kleine Stückzahl Wirkung mittel

Zwei starke Treiber: die drei Lagen und die Passbohrungen Ø8 H7. Unter den mittleren steht die Stückzahl vor den kleinen Radien, weil sie früher gefragt wird. Größter Hebel: die Unterseite im Rohmaß lassen, wenn sie keine Funktionsfläche ist – dann bleiben zwei Lagen.

Skizze eines Beispielteils: Adapterplatte aus StahlRechteckige Platte mit einem scharfkantigen rechteckigen Durchbruch in der Mitte, Gewindebohrungen auf der Oberseite und zwei Gewinden in der Stirnseite, die eine zweite Aufspannung verlangen. Frei konstruiert.
Skizze eines Beispielteils: Adapterplatte mit scharfkantigem Durchbruch

Adapterplatte aus Stahl, Einzelteil

1 Stück · Aufspannungen 2 · einzelne tolerierte Maße · scharfkantig gefordert · Gewinde viele · Stahl · Werkstoffzeugnis 3.1

  1. Einzelteil Wirkung stark
  2. Scharfkantige Innenecken Wirkung stark
  3. Zwei Aufspannungen Wirkung mittel

Das Einzelteil trägt Programm und Rüsten allein, und die scharfkantigen Ecken im Durchbruch entstehen mit einem rotierenden Werkzeug so nicht. Stahl, viele Gewinde und die tolerierten Maße folgen mit mittlerer Wirkung; ob wir Ihr Teil aus Stahl fräsen, prüfen wir je Anfrage.

Skizze eines Beispielteils: Lüftungsblende mit tiefen, schmalen SchlitzenAluminiumplatte mit acht parallelen, schmalen und tiefen Schlitzen, zwischen denen dünne Stege stehen, und vier Befestigungsgewinden in den Ecken; die Vorderseite ist Sichtfläche und wird pulverbeschichtet. Frei konstruiert.
Skizze eines Beispielteils: Lüftungsblende mit acht tiefen, schmalen Schlitzen

Lüftungsblende, wiederkehrender Bedarf

wiederkehrend · Aufspannungen 1 · nur Allgemeintoleranz · großzügige Radien · tiefe, schmale Schlitze · dünne Stege · Gewinde einige · Aluminium · Sichtfläche · Pulverbeschichtung

  1. Tiefe, schmale Taschen Wirkung stark
  2. Dünne Wände Wirkung mittel
  3. Sichtfläche Wirkung mittel

Die Menge spielt hier kaum eine Rolle, die Form umso mehr: Schmale, tiefe Schlitze verlangen einen langen, dünnen Fräser, die Stege dazwischen federn. Die Pulverbeschichtung wirkt ebenfalls mittel, steht aber hinter der Sichtfläche, weil nach ihr später gefragt wird.

Einmalig je Auftrag

Programm, Rüsten, gegebenenfalls eine Vorrichtung und die Erstteilprüfung. Treiber sind die Zahl der Aufspannungen und alles, was eigens für Ihr Teil beschafft oder gebaut wird, etwa ein Sonderwerkzeug.

Je Stück

Maschinenzeit fürs Schruppen und Schlichten, Umspannen, Werkzeugverschleiß, Entgraten und Messen. Dazu der Werkstoff: Im Preis steckt das Rohteil, nicht das fertige Teil.

Zusatzleistungen

Pulverbeschichtung im eigenen Haus (Pulverbeschichtung: Größen und Farben), Montage und Verpackung nach Ihrer Vorgabe sowie Werkstoffzeugnisse 3.1, die beim Einkauf des Rohmaterials mitbestellt werden.

Eloxieren, Härten und Beizen gehören nicht zu unseren eigenen Leistungen – sprechen Sie uns an, wenn Ihr Teil das braucht.

Skizze: Winkelhalter im RohblockDer Winkelhalter aus dem Beispiel steht in seinem Rohblock von 130 mal 90 mal 105 Millimetern. Orange getönt ist das Volumen vor dem Schenkel, das zu Spänen wird; insgesamt werden rund drei Viertel des Blocks zerspant. Beispielteil, kein Kundenteil.Rohblock 130 × 90 × 105 mmwird zu Spänen
Skizze: der Beispiel-Winkelhalter in seinem Rohblock – rund drei Viertel werden zu Spänen

Was zerspant wird, wird mitbezahlt

Der Winkelhalter aus dem Beispiel wiegt als fertiges Teil rund ein Viertel seines Rohblocks von 130 × 90 × 105 mm; der Rest wird zu Spänen. Bezahlt werden der ganze Block und die Zeit, die das Abtragen kostet.

Bei solchen Formen lohnt die Frage nach einem Halbzeug näher am Endmaß – für einen Winkel etwa ein Winkelprofil.

Skizze: Innenradius und FräserdurchmesserDraufsicht auf zwei Taschenecken. Links ein kleiner Innenradius, in den nur ein dünner Fräser passt; rechts ein großer Radius mit dickem Fräser. Der Fräser passt bis zum Durchmesser zwei mal Radius.kleiner Radiusgroßer Radius

Innenradien großzügig wählen

Der kleinste Innenradius legt fest, wie dick der Fräser höchstens sein darf: In eine Ecke mit Radius 4 mm passt kein Fräser über 8 mm Durchmesser. Ein dickerer Fräser ist steifer und braucht weniger Bahnen. Ist der Eckradius genauso groß wie der Fräserradius, umschließt das Material das Werkzeug in der Ecke fast zur Hälfte – ein etwas größerer Radius vermeidet das.

Grundlage: Geometrie des rotierenden Werkzeugs (D höchstens 2 · R)

Skizze: Passbohrung und DurchgangsbohrungSchnitt durch zwei Bohrungen. Links eine Passbohrung mit Toleranz H7, die nach dem Bohren gerieben wird; rechts eine einfache Durchgangsbohrung für eine Schraube, die mit dem Bohren fertig ist.Passbohrung H7Durchgang für Schraube

Toleranzen nur, wo die Funktion sie braucht

Für Maße ohne eigene Toleranz gilt die Allgemeintoleranz aus dem Schriftfeld, etwa DIN ISO 2768-1 m. Eine Passung wie H7 verlangt meist einen eigenen Arbeitsgang, Reiben oder Feinbohren, und eine eigene Prüfung – sie gehört dorthin, wo ein Stift oder ein Lager sitzt, nicht an Durchgänge für Schrauben.

Grundlage: DIN ISO 2768-1, DIN EN ISO 286-1

Skizze: Bohrungen auf drei Seiten und auf einer SeiteLinks zeigen die Bohrungen eines Blocks in drei Richtungen, drei Pfeile stehen für drei Aufspannungen; rechts liegen alle Bohrungen auf der Oberseite, ein Pfeil, eine Aufspannung.3 Aufspannungen1 Aufspannung

Merkmale auf wenige Seiten legen

Mit drei Achsen verlangt jede bearbeitete Seite in der Regel eine eigene Aufspannung. Liegen Bohrungen und Gewinde auf wenigen Seiten, entfällt Umspannen – und eine Lage, die entfällt, verursacht auch keinen Versatz zwischen den Seiten.

Grundlage: Geometrie der Zugänglichkeit

Skizze: tiefe, schmale Tasche und flache, breite TascheSchnitt durch zwei Taschen. Links ragt ein langer, dünner Fräser tief in eine schmale Tasche und biegt sich unter der Schnittkraft durch; rechts arbeitet ein kurzer, dicker Fräser in einer flachen, breiten Tasche.lang und dünnkurz und dick

Tiefe, schmale Taschen vermeiden

Ragt ein Fräser weit aus dem Halter, federt er: Seine Durchbiegung wächst mit der dritten Potenz der Auskraglänge und sinkt mit der vierten Potenz des Durchmessers. Tiefe, schmale Taschen erzwingen deshalb kleine Zustellungen; oft hilft eine breitere oder gestufte Tasche.

Grundlage: Balkentheorie, Biegung des einseitig eingespannten Stabs

Skizze: dünne Wand und versteifte WandLinks federt eine dünne Wand unter der Schnittkraft zur Seite, gestrichelt die ausgelenkte Lage; rechts ist die gleiche Wand mit einer Rippe versteift.dünne Wandmit Rippe

Wände nicht dünner als nötig

Die Biegesteifigkeit einer Wand wächst mit der dritten Potenz ihrer Dicke. Eine dünne Wand weicht unter der Schnittkraft aus und wird in vielen kleinen Schritten gefräst; etwas mehr Wandstärke oder eine Rippe spart Maschinenzeit.

Grundlage: Balken- und Plattentheorie

Skizze: drei Gewindegrößen und eine einheitliche GrößeOben drei verschiedene Gewinde M4, M5 und M6, für die je ein eigener Satz aus Bohrer, Senker und Gewindewerkzeug nötig ist; unten dreimal M6 mit einem einzigen Werkzeugsatz.M4M5M63 WerkzeugsätzeM6M6M61 Werkzeugsatz

Gewinde vereinheitlichen

Jedes Innengewinde braucht Kernloch, Senkung und das Gewinde selbst, jede Gewindegröße ihren eigenen Werkzeugsatz. Wenige gleiche Größen, nur so tief wie die Einschraubtiefe verlangt, halten Werkzeugwechsel und Bearbeitungszeit klein.

Grundlage: Arbeitsfolge eines Innengewindes

Und der Werkstoff: Erfüllt Aluminium die Anforderungen, lässt es sich mit deutlich höheren Schnittgeschwindigkeiten fräsen als Stahl. Was die Metalle unterscheidet, steht unter Werkstoffe.

Was in einem Maschinenstundensatz steckt

Der Maschinenstundensatz verteilt die Kosten einer Maschine auf ihre Laufstunden; was nach VDI 3258 Blatt 1 dazugehört, zeigt die Liste daneben. Lohn und übrige Gemeinkosten stehen getrennt davon – ein genannter Stundensatz verrät also nicht, was er alles enthält.

Einen Stundensatz veröffentlichen wir nicht. Er sagt über den Preis eines Teils wenig: Eine Maschine mit höherem Satz, die ein Teil in einer Aufspannung fertigt, kann am Ende zu einem niedrigeren Stückpreis führen als eine mit niedrigerem Satz und zwei Lagen.

Vergleichen Sie Angebote deshalb über den Stückpreis bei gleicher Menge – mit den Einmalkosten, die darin stecken, und den Nachweisen, die Sie brauchen.

Maschinenabhängige Kosten nach VDI 3258 Blatt 1

  • kalkulatorische Abschreibung
  • kalkulatorische Zinsen
  • Raumkosten der Stellfläche
  • Energiekosten
  • Instandhaltungskosten

Häufige Fragen

Das hängt vor allem von Stückzahl, Aufspannungen, Toleranzen und Werkstoff ab; ein Einzelteil trägt zudem die Einmalkosten allein. Einen Preis nennen wir nach Prüfung Ihrer Zeichnung. Der Kostentreiber-Check auf dieser Seite zeigt vorab, wo Sie ansetzen können.

Einen Stundensatz veröffentlichen wir nicht, weil der Preis eines Teils mehr enthält als Maschinenzeit: Programmieren, Rüsten, Werkstoff und Prüfen. Im Angebot sehen Sie den Preis je Stück – die Zahl, die sich zwischen Angeboten tatsächlich vergleichen lässt.

Weil es den Einmalaufwand allein trägt: Programm, Rüsten und bei Serien üblicherweise die Prüfung des ersten Stücks. Bei zehn gleichen Teilen verteilt er sich auf zehn. Brauchen Sie später weitere, fragen Sie gleich eine Mengenstaffel an.

Stand: 26.09.2026

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Übernehmen Sie das Ergebnis in Ihre Anfrage und schreiben Sie dazu, wo Sie Spielraum haben – bei Radien, Toleranzen oder der Stückzahl. Wir prüfen die Zeichnung und melden uns.

Zur Alten Ruhr 4a, 59755 Arnsberganfragen@evotec-gmbh.de